Wappen derer von Aufseß aus der Barockzeit

Zu Gast im
 Schloss
Unteraufsess

Das Mittelalter

Die Burg Aufseß ist im fränkischen Jura (ca. 400m üAufsess - Stahlstich von Ludwig Richter, 1837/40.d.M.), zwischen Bamberg und Bayreuth, gelegen.

Zahlreiche Ausgrabungen, Höhlenfunde von Werkzeugen und Waffen aus Rehgeweih sowie die 15 Hünengräber (beim sog. Teufelsholz) weisen in diesem Gebiet Gebiet auf vorgeschichtliche Besiedlung in mehreren Etappen hin.

Der Sage nach reicht die Geschichte des fränkischen Adelsgechlechtes von Aufseß bis ins Jahr 1007 zurück, als ein Ritter Heinrich von Ufsaze mit König Heinrich, dem späteren Kaiser Heinrich II, ins Frankenland gezogen sein soll, wo dieser dann das Bistum Bamberg gegründet hat.

Die Burg Aufseß war möglicherweise Teil eines Schutzgürtels, um das junge Bistum Bamberg gegen Einfälle aus dem Osten und Stützpunkt der Besiedlung und Christianisierung des Umlandes.

Aus dem Jahre 1114 stammt die erste sichere Erwähnung der Herren von Aufseß - ein “liber homo” Herolt de Ufsaze, ein freier Herr also, wird als Treuhänder des Bamberger Stiftes St.Jakob genannt.
Es handelt sich hierbei, um eine der frühesten Erwähnungen eines Geschechtsnamens - er bezieht sich auf den Stammsitz der Familie (der Name Ufsaze - Aufseß kommt von “auf dem Felsen sitzen” und nimmt auf die beherrschende Lage des Bergfriedes Bezug). Die heutige Schreibweise “Aufseß” taucht bereits im Jahre 1301 in einer Urkunde auf.
Die Aufseß gehörten zu den edelfreien, uradligen Geschlechtern mit ursprünglich eigener Gerichtsbarkeit und zählen heute zu diesen wenigen, noch blühenden Familien in ganz Oberfranken.

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